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By Theodor W. Adorno, Reinhard Pabst

Als ein "Echo des längst Vergangenen" kommt dieses kleine Erinnerungsbuch auf uns. "...es gehört zu den schönsten Erfahrungen, daß ich in Amorbach, dem einzigen Ort auf diesem fragwürdigen Planeten, in dem ich mich im Grunde zu Hause fühle, nicht vergessen worden bin." So Theodor Wiesengrund-Adorno (1903-1969), Philosoph, Soziologe, Musikkritiker und Komponist von Weltgeltung, über Amorbach, Ort der Kindheit und vieler Erinnerungen.

Nicht nur Amorbach hat ihn nicht vergessen; auch er hat diesen zauberhaften Ort im Odenwald nicht vergessen. Immer wieder taucht er in seinen Werken, in seinen Erinnerungen wieder auf. Für den in Frankfurt geborenen "Teddie" struggle Amorbach so etwas wie das Paradies der Kindheit.

Alles, was once mit der Kindheit und Jugend Adornos in Amorbach zusammenhängt, ist in diesem schönen Insel-Taschenbuch zusammengetragen worden: Texte und Fotos, besonders die "zwei Mütter" - die Mutter Maria und die Tante Agathe. Seine musikalischen Anfänge sind in Amorbach ebenso zu suchen (und zu finden), wie seine erwachende Liebe zur Natur, die er in der schönen Umgebung von Amorbach erleben lernt. Er erinnert sich an "die gezähmte Wildsau von Ernsttal", an die erste Berührung mit Richard Wagner und so weiter.

"Teddie" wäre nicht Theodor W. Adorno, würden sich nicht alle die Erlebnisse und Eindrücke in seiner Philosophie, in seiner Gedankenwelt niederschlagen. Und genau hier liegt der Wert des Buches. Es eröffnet dem Leser nicht nur textlich und bildlich die Tür zu Kindheit und Jugend, sondern zeigt wie Biografie und Werk sich später immer irgendwie bedingen.

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Großartig angelegte fürstl. Leiningen'sche Brauerei mit großem Gasthofe [... ]. Vortreffliches Bier und ausgezeichnete Restauration. Die Kelleranlagen sind sehenswert. « (Aus einem Reiseführer von 1906). Auf dem Weg dorthin bereitete es »Teddie« Wiesengrund großen »Spaß«, an der Grenze hinter dem bayerischen Weiler Ottorfszell (heute Ortsteil von Kirchzeil) »zwischen den Grenzpfählen [... ] sich herumzutreiben, als hegten sie ein Reich der Freiheit ein« (GS eleven, S. 292). In seiner Frankfurter Vorlesung zur Einleitung in die Erkenntnistheorie erinnerte sich Adorno am sixteen. Januar 1958 an das »Niemandsland [... ] zwischen den [.. ] Grenzpfählen«, jenen »kleinen Zwischenraum [... ], in dem ich mich als sort mit Vorliebe getummelt habe in dem Glauben, dort ein schlechterdings unbesetztes Gebiet anzutreffen, zu dessen König ich mich aufwerfen könnte« (ein weiterer Hinweis auf diese »Zone« findet sich in der »Negativen Dialektik«: GS 6, S. 374). 192 105. Bayerisch-badische Grenzpfähle zwischen Ottorfszell und Ernsttal, um 1926. »Zwischen Ottorfszell und Ernsttal verlief die bayerische und badische Grenze. Sie conflict an der Landstraße durch Pfähle markiert, die stattliche Wappen trugen und in den Landesfarben spiralig bemalt waren, weiß-blau der eine, der andere, wenn mein Gedächtnis mich nicht trügt, rotgelb. « (S. 19). 193 106. Blick auf die Mühle in Reuenthal (heute Ortsteil von Weilbach). »Reuenthal, ein sanftes Taldorf abseits vom Gotthard, angeblich die Heimat Neidhards [... ]. « (S. 20). »[... ] wenn guy als type in Ferien ist und Namen wie Monbrunn, Reuenthal, Hambrunn liest oder hört, dann hat guy das Gefühl dabei: wenn guy dort wäre, an diesem Ort, da wäre es. Dieses >es<, - was once das >es< ist, ist außerordentlich schwer zu sagen; guy wird, [... ] darin den Spuren Prousts folgend, wohl am ehesten sagen können, daß es das Glück sei. Wenn guy dann an einen solchen Ort hingelangt, dann ist es dort auch nicht, dann hat guy es nicht. Sehr oft sind das dann ganz törichte Dörfer. Und wenn in ihnen überhaupt noch eine Stalltür offen ist und es nach einer lebendigen und wirklichen Kuh und Mist und ähnlichen Dingen riecht, woran wohl auch diese Erfahrung haftet, dann muß guy schon sehr dankbar heutzutage sein. « (Adorno am 29. Juli 1965 in seiner Frankfurter Vorlesung über Begriffe und Probleme der Metaphysik [NaSIV/14, S. 218f. ]). 194 107. Das »stets noch einsame Monbrunn« (heute Stadtteil von Miltenberg). »Aber das Merkwürdige ist, daß, auch wenn es dort nicht ist, additionally wenn guy keineswegs in Monbrunn jene Erfüllung findet, die in diesem Namen aufgespeichert ist, daß guy dann trotzdem nicht enttäuscht ist. Wenn ich es richtig interpretiere, dann deshalb, weil [... ] guy gleichsam zunah ist, weil guy drin ist, und weil guy das Gefühl hat:wenn guy ganz in diesen Phänomenen drin ist, dann kann guy sie eigentlich gar nicht gewahren. « (Ebd. ). 195 108. Das Schnatterloch in Miltenberg, um 1910. »[... ] ein Tor, das guy der Kälte der waldigen Örtlichkeit wegen Schnatterloch nennt« (S. 20). 196 109. Der Marktplatz in Miltenberg mit dem Schnatterlochsturm, um 1910.

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